Heldenmarkt in Berlin und Ökoroutine

Letztes Wochenende waren wir auf dem Heldenmarkt in Berlin, eine zukunftsweisende Messe über nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, die jedes Jahr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart und Nürnberg stattfindet. Das Rahmenprogramm war besonders spannend, mit lebendigen Vorträgen die zu mehr Wahrnehmung helfen, und das Thema Nachhaltigkeit vorantreiben.

Der Impulsvortrag von Dr. Michael Kopatz war  besonders anregend und hat mich besonders angesprochen. Er hat das Buch Ökoroutine geschrieben und sein Motto lautet „Strukturen ändern, nicht Menschen“. Diese Grundidee wurde anhand von zahlreichen Beispielen und Vorschlägen ausgeführt. Kollektiv wollen wird den Wandel, individuell machen nur Wenige den Anfang. Ökoroutine erklärt zunächst, warum nicht geschieht, was eine Mehrheit will, und anschließend wie es anders gehen kann. Spannend und hochaktuell! Das Buch kann man HIER kaufen.

Dr. Michael Kopatz

Noch zwei beachtenswerte Geschichten aus dem Heldenmarkt:

  • CO2 Regional Kompensiert: das ist ein Projekt, mit dem die Kohlendioxid-Kompensation durch überwachten Humusaufbau auf deutschen Bio-Bauernhöfen möglich ist. Webseite: co2-regional-kompensiert.de/ 

CO2 Regional Kompensier (Klick Drauf)

  • Wildwax Tücher: Eine ökologische Alternative zu Frischhaltefolie. Wildwax Tücher sind abwaschbar, wieder verwendbar und kompostierbar. Sie halten Angeschnittenes frisch, decken Übriggebliebenes ab und packen Mitnehmbares ein. Bienenwachs und Fichtenharz machen die Tücher ganz natürlich antibakteriell.

Wildwaxtuch.de

Dialogforum „Sport- Impulsgeber für eine nachhaltige Gesellschaft“

Am 22. März fand in Berlin das Dialogforum 2017Sport – Impulsgeber für eine nachhaltige Gesellschaft“ statt. Mehr als 150 Expertinnen und Experten von Umweltschutzorganisationen, Sportvereinen und -verbänden mit Akteuren aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft diskutierten über konkrete Ansätze für mehr Nachhaltigkeit im Sport. Es war ein toller Impuls des Umwelt-Bundesamtes.

Das ist allerdings nicht die erste Initiative in diesem Bereich, da es schon im Jahr 2007 zwei davon gab, und zwar:

  • Der Launch der Webseite Green Champions
  • Die Veröffentlichung des Leitfadens für umweltfreundliche Sportgroßveranstaltungen.

Zehn Jahre später sieht leider die Lage nicht viel besser aus. Die meisten Großsportveranstaltungen in Deutschland sind immer noch weit weg von einem möglichst schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und es fehlt vor allem das Bewusstsein bei vielen Sportveranstaltern und Sportmanagern. Das Turnfest 2017  ist so ein Negativbeispiel.

Während in Deutschland das Thema Nachhaltigkeit im Sport leider verschlafen wurde,  sieht das in anderen Ländern ganz anders aus. Wie ich schon berichtete, sind  Frankreich, England, die Schweiz und die USA derzeit viel weiter bei diesem Thema.

Allein der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) verzeichnet mehr als 27 Mio. Mitgliedschaften. Warum hat dann das Sportland-Deutschland dieses Thema in den letzten Jahren vernachlässigt, obwohl der deutsche Thomas Bach (gegenwärtiger Präsident des CIOs) diese Angelegenheit als besonders wichtig betrachtet? Der Sport gilt als die größte Bürgerbewegung Europas und hat eine hohe gesellschaftliche Relevanz, abgesehen von seiner wichtigen politischen und volkswirtschaftlichen Größe. Wie lange müssen wir noch warten? Diese Entwicklung ist unerlässlich!

Heutzutage ist der Sport ein wichtiger ökologischer Faktor, sowohl als Schadensverursacher als auch als Umweltschützer. Sportevents zu organisieren, ohne die sozialen und ökologischen Aspekte zu berücksichtigen, sollte der Vergangenheit angehören. Auch die Herstellung von Sportartikeln wirft ähnliche Fragen auf. Wenn wir nicht zurückbleiben wollen, dürfen wir keine Zeit mehr verlieren. Wir müssen endlich Handeln!

Anschließend findet Ihr die Tagungsdokumentation und einige Bilder von dieser Konferenz:

Infographic Dialogforum 2017 (Bild von Christian Kruppa) KLICK DRAUF!

Der erste Impuls-Vortag kam von Pr. Dr. R. Roth (Leiter des Instituts für Natursport und Ökologie an der Deutschen Sporthochschule Köln und Sprecher des Beirates „Umwelt und Sport“ des BMUB).

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Prof. Dr. Ralf Roth (Bild von Christian Kruppa)

Danach wurden fünf „Zukunftsforen“ organisiert:

  1. Digitalisierung im Sport: Wie kann die digitale Transformation zu mehr Nachhaltigkeit im Sport beitragen?
  2. Umweltfreundliche Sportveranstaltungen
    Sport braucht Raum.
  3. Wie lassen sich Raumnutzungskonflikte zwischen Sport und Natur überwinden?
  4. Klimaschutz im Sport
  5. Industrie, Handel und Kunden: Gemeinsam für nachhaltigen Sportkonsum?

Die Resultate der Foren findet ihr in den Bilder unten.

Bild von Christian Kruppa

Bild von Christian Kruppa

Ergebnisse Forum 1 (KLICK DRAUF!)

Ergebnisse Forum 2 (KLICK DRAUF!)

Ergebnisse Forum 3 (KLICK DRAUF!)

Ergebnisse Forum 4 (KLICK DRAUF!)

Ergebnisse Forum 5 (KLICK DRAUF!)