Polyester: Kleine Faser, großes Problem

Video

Vor ein paar Monaten veröffentlichte das Projekt „The Story of Stuff“ ein neues Video. Dieses Mal haben sie das Problem der Wasserverschmutzung durch synthetische Mikrofasern beleuchtet. Künstlich gewonnene Stofffasern wie zum Beispiel Polyester oder Polyamid beinhalten diese Mikrofasern.

In der Sportartikelindustrie wird Polyester seit Jahren für die Herstellung von T-Shirts, Trainingsanzüge und andere Sportausrüstung massiv verwendet. Dieser Stoff wird durch eine Reihe von chemische Verfahren aus Erdöl gewonnen, und ist relativ leicht zu recyceln. Eine Variante davon, die Polyethylenterephthalat (PET), wird zur Herstellung von Kunststoff-Flaschen gebraucht. Einige Sportmarken verwenden diesen Rohstoff aus alten Flaschen für die Konfektion der neuen Sportbekleidung.

Das war „a priori“ eine sehr gute Idee: „Wir verwenden Plastik von alten Flaschen wieder um ein Fleece herzustellen. Wir verwandeln Kunstoff-Flaschen in Sportklamotten“. Dennoch ist das aber ein trojanisches Pferd, weil dieses Verfahren ein grosses Problem in sich birgt. Jedes Mal wenn man diese Klamotten aus Polyester wäscht, werden unzählige Mikrofasern freigesetzt, die in den Wasserkreislauf gelangen. Mit weniger als 1 mm Größe scheinen die üblichen Wasserfilter unfähig um diese Mikrofasern zu filtern. Einmal ins Meer gelangt,  werden die Mikrofasern von Fischen gefressen. Je älter das Kleidungsstück aus Polyester ist, desto mehr Mikrofasern werden freigegeben.

Nachstehend füge ich zwei Videos auf Englisch bei. Beim ersten wird dieses Problem erklärt. Beim zweiten empfiehlt uns das amerikanische Unternehmen Patagonia unsere Sportklamotten aus Polyester so wenig wie möglich zu waschen. Es gibt auch die Möglichkeit, diese Polyester-Klamotten in einem Baumwoll-Netz zu waschen, um die Freilassung von Mikrofasern zu reduzieren. Derzeit sind einige Sportmarken auf der Suche nach umweltfreundlicheren Alternativen um dieses Problem zu lösen. Darüber hinaus stellen Marken wie Klettermussen hochwertige Ausrüstung und technische Funktionsbekleidung aus Baumwolle her. Ist das vielleicht der richtige Weg?

Was denkt ihr? Was sind eure Vorschläge? Wir freuen uns auf eure Kommentare unten.

ISPO 2017

Wir waren, wie besprochen, auf der ISPO 2017, eine der wichtigsten und größten Fachmessen für Sportartikel und Sportmode. Die Veranstaltung fand vom 5. bis 8. Februar in München statt.

Rekordzahlen

Die Zahlen der ISPO München 2017 sind beeindruckend: 2.732 Aussteller haben 85.000 Besuchern ihre Produkte präsentiert. Der Sportbekleidungs- und Sportausrüstungsmarkt erlebt eine Expansionsphase, sagte Klaus Dittrich, der Vorsitzende Geschäftsführer der Messe München. Welche Rolle spielt dabei das Thema Nachhaltigkeit?

ISPO Award 2017

ISPO Munich 2017 Eco Achievement Nachhaltiger Sport

Fangen wir mit dem ISPO Award 2017 an. Dieses Jahr wurde der „Eco Responsibility Award“ in drei Kategorien vergeben:

1. Eco Achievement Accessories: In dieser Kategorie haben die Skiwachse NZero den Preis gewonnen. Es handelt sich um ein 100% umweltfreundliches Wachs, ohne Paraffin und ohne Erdölprodukte.

Nzero ist eine spanische Firma, von Guillem Capellades Puig gegründet. Er erzählte: „Ich war auf der Suche nach Wachsen, die aus natürlichen Materialien hergestellt sind, und fand keine. Daher habe ich mich entschieden, das Produkt selbst mit der Hilfe eines Chemiker Freundes herzustellen und zu patentieren“.

ISPO Munich 2017 Nzero umweltfreundliches Wachs Nachhaltiger Sport

Der Gründer von NZero: Guillem Capellades Puig

Jury-Statement zu den sustainable Waxes for Snow Sports von NZERO: „Diese Skiwachse auf Naturbasis bieten Skifahrern eine Alternative, den Öko-Footprint zu reduzieren und den Spaß am Skifahren in der Natur zu erhalten.“

Hier kann man diese Wachse direkt einkaufen.

ISPO Munich 2017 Eco Achievement Nzero umweltfreundliches Wachs Nachhaltiger Sport

Nzero Wachs

2.Eco Achievement Apparel: Die Deterra gepolsterte Windjacke von Tierra Products aus rein natürlichen Materialien, wurde mit dem Preis für nachhaltige Bekleidung ausgezeichnet.

Die Jury von Eco Achivement sagte: „Tierra benutzt ausschließlich nachwachsende Rohstoffe und vermeidet die Vermischung von Komponenten. Der Anorak im zeitlosen Look kann Konsumenten lange begleiten.“

ISPO Munich 2017 Eco Achievement Deterra gepolsterte Windjacke von Tierra Products Nachhaltiger Sport

Die Deterra gepolsterte Windjacke von Tierra Products

3. Eco Achievement Hardware: Gewonnen haben die Schneeschuhe Tankr von Fimbulvetr. Den Erfolg brachten eine hohe Leistungsfähigkeit, nachhaltige Materialien, eine lebenslange Garantie und ihre Reparaturmöglichkeit.

ISPO Munich 2017 Eco Achievement Schneeschuhe Tankr von Fimbulvetr Nachhaltiger Sport

Die Schneeschuhe Tankr von Fimbulvetr

 

Nennenswert  sind auch die Gold Winner Craddle Jacket von Ternua und der Kapuzenpulli Dive-Y von PYUA in der Kategorie Outdoor. Beide sind aus 100% recyceltem Polyester und PFC-frei.

Sie beweisen, dass auch aus recycelten Ausgangsmaterialien und ohne schädliche Chemikalien hochwertige Produkte geschaffen werden können.

ISPO Munich 2017 Craddle Jacket von Ternua und der Kapuzenpulli Dive-Y von PYUA 100% aus recyceltem Polyester und PFC-frei Nachhaltiger Sport

Craddle Jacket von Ternua und der Kapuzenpulli Dive-Y von PYUA

Interview mit VaudeISPO Munich 2017 Vaude Nachhaltiger Sport

Bereits im September 2013 haben wir einen Artikel mit dem Titel „Vaude als nachhaltiges Vorbild“ veröffentlicht. 80% der Bekleidungskollektion von Vaude trägt bereits das Green Shape Siegel, erzählte uns Benedikt Tröster, von der Presse und Öffentlichkeitsarbeit von Vaude.

„Nachhaltigkeit ist ein Lernprozess, es gibt immer neue Baustellen und neue Herausforderungen. In den letzten Jahren haben wir peu à peu jede einzelne Produktgruppe in Richtung ökologisch umgestellt. Bei den Rucksäcken sind wir bei weit über 50% und letztes Jahr haben wir die Umstellung bei den Zelten begonnen.“

Die aktuellen Lieferanten sind alle bluesign®-zertifiziert. Jetzt arbeitet Vaude daran, die gesamte Lieferkette transparent und nachhaltiger zu gestalten. Im Visier stehen nun die Materiallieferanten, also die Zulieferer der Zulieferer.

Interview mit La Sportiva

ISPO Munich 2017 La Sportiva Nachhaltiger Sport

La Sportiva ist ein italienisches Unternehmen mit dem Sitz in Ziano di Fiemme, (Trentino). Das Unternehmen hat die ISO 14001 Umweltzertifizierung erworben und Nachhaltigkeit steht ganz oben auf ihrer Agenda. Zwar wirbt La Sportiva nicht aktiv damit, aber sie sind davon überzeugt, dass mehr Aufmerksamkeit für Umwelt und Soziales heutzutage ein Imperativ ist. In der Anlage von Ziano di Fiemme in Trentino werden die Abgase die in die Umwelt gelangen durch einen Aktivkohlefilter minimiert. Etwa 60% der Produktionsabfälle werden wiederverwendet.

Luca Mich, Marketing- und Kommunikationkoordinator von La Sportiva erzählte uns, dass Schuhe im Vergleich zu sonstiger Sportbekleidung größere Schwierigkeiten im Hinblick auf die nachhaltige Zertifizierung der Lieferkette aufweisen. Das Problem liegt einfach daran, dass zurzeit zu wenige Lieferanten bluesign®-zertifiziert sind.

Zudem erklärte La Sportiva, dass der Händler das größte Hindernis in der Verbreitung dieser Art von Produkten sei. Normalerweise kosten die mit umweltfreundlichen Materialien hergestellten und Bluesign zertifizierten Produkte 10-20% mehr. So sei es auch 2009 bei den FC-Eco-Wanderschuhen gewesen, die circa 30 Euro mehr als die traditionellen Wanderschuhe kosteten. Das hätte 10 Euro mehr für den Händler bedeutet und so entschied er sich für die günstigere Variante.

Das Ziel von La Sportiva für die nächsten fünf Jahre ist eine 100% PFC-freie Kleidungskollektion.

 

Sport und Nachhaltigkeit: eine gemeinsame Zukunft?

Die Zahlen der nachhaltigen Sportartikel sind noch nicht überwältigend. Von 2732 Ausstellern besaßen nur 99 irgendeine Art von Nachhaltigkeitssiegel. Trotzdem ist eine Veränderung sichtbar. Es war bemerkenswert, wie viele von den zahlreichen Konferenzen zum Thema Sport und Nachhaltigkeit am ersten Tag stattfanden.

ISPO Munich 2017 Textrends Nachhaltiger Sport

ISPO München 2017 Textrends – „Who made my clothes?“

Tomas Vucurevic, Gründer von Braind, ein Unternehmen, das sich unter anderem mit Firmenbrandings im Bereich der Nachhaltigkeit beschäftigt, hielt einen Vortrag mit dem Titel „Who made my clothes?„.

Tomas identifizierte die geringe Einheitlichkeit und Standardisierung des Konzepts der Nachhaltigkeit in dieser Branche als das größte Hindernis, welches es zu überwinden gilt. Es gibt zu viele Labels und zu viele unterschiedliche Verfahren, die die Unternehmen durchführen um ihre Produkte zu zertifizieren. Der Verbraucher ist verwirrt und daher skeptisch.

Vier Schritte, die die nachhaltige Mode benötigt:

  1. Eine stärkere Standardisierung
  2. Wettbewerbsfähige Preise und eine gröβere Verbreitung
  3. Von der Industrie angetriebenes Kundenengagement
  4. Anziehende Konzepte

ISPO Munich 2017 Konferenz Textrends Nachhaltiger Sport

 

 

 

Preview: ISPO München 2017

Die Sportwelt schaut mit Begeisterung auf die Messe, die in den Pavillons der bayerischen Hauptstadt vom 5. bis 8. Februar 2017 stattfindet. Wie jedes Jahr im Winter wird die Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode (ISPO) in München die neuesten Trends und Innovationen der Sport-Branche für die Saison 2017/2018 präsentieren.

ISPO München Geländeplan Nachhaltiger Sport

Diese Fachmesse gilt als die wichtigste der Welt in diesem Bereich und wir werden dabei sein um Euch ausführlich und rechtzeitig über die Neuigkeiten der Nachhaltigkeit im Sport zu berichten.

Wir möchten auch über den „ISPO Award ECO Achievement 2017“ informieren, und die Outdoor-Firmen im Bereich Nachhaltigkeit checken. Hier findet ihr die Artikel von den letzten drei Jahren:

Folge unseren Updates! 

Offizielle Website:

ISPO Munich 2017 Nachhaltiger Sport

Bildquelle: http://munich.ispo.com/de/

Neoprenfreie Wetsuits von Patagonia

Patagonia präsentiert die ersten neoprenfreien Wetsuits der Welt. Sie bestehen aus Naturkautschuk aus Quellen, die von der Rainforest Alliance gemäß dem Forest Stewardship Council Standard zertifiziert wurden.

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Bild: Patagonia Presskit

Surfer benutzen Neopren seit den 50er Jahren, doch das Material ist nicht erneuerbar und seine Herstellung erfordert sehr viel Energie. Jetzt gehört Neopren der Vergangenheit an. Seit 8 Jahren entwickelt und testet das Unternehmen Wetsuits aus Naturkautschuk um besseren und ökologischeren Materialien den Weg zu bereiten.

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Kautschukbaum. Bild: E.Z.

Die neuen, neoprenfreien „Yulex“ Wetsuits haben einen Polymeranteil von 85% Naturkautschuk. Eine Beimischung von 15% synthetischem Polymer erhöht die Resistenz gegen Ozon und UV-Strahlung, damit das Material die strengen Anforderungen an Robustheit und Haltbarkeit erfüllt.

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Bild: R.Farias©, Patagonia Presskit

Durch die Einführung der neoprenfreien Wetsuits wurde die CO2 Emission bei der Herstellung gegenüber klassischem Neopren um bis 70% reduziert. Diese Neuerung ermöglicht es den Surfern, Wetsuits aus pflanzlichem statt erdölbasiertem und aus erneuerbarem statt nicht-erneuerbarem Material zu wählen.

Video zum Thema:

Fahrrad-Bremsbeläge von Promax

Wir verursachen täglich viel zu viel Müll, und jede kreative Idee, die dabei hilft diesen zu vermeiden, ist sehr wertvoll.

All diejenigen, die sehr oft Fahrrad fahren und eine sogenannte „Cantileverbremse“ haben, auch als V-Bremse bekannt, kennen das Problem: Die Bremsbeläge müssen regelmäßig ausgewechselt werden.

Bei jedem Wechsel werden einige Metallteile weggeschmissen (s.u.). Da die V-Bremse sehr verbreitet ist, landet jedes Jahr eine enorme Menge an Bremsteilen im Müll.

Bei jedem Wechsel werden diese Metallteile weggeschmissen

Das kalifornisches Unternehmen Promax hat eine Lösung für dieses Problem entwickelt: Austauschbare Gummiteile. Wenn die Bremsbeläge abgefahren sind, können schlicht neue Gummibeläge angebracht werden.

Auf dem Bild unten habe ich mit einem roten Pfeil markiert, wie man das Gummiteil lösen und ganz unkompliziert einen neuen Bremsbelag anbringen kann.

Promax

Mithilfe dieses Hakens kann der Bremsblock gelöst werden

Die Bremsbeläge von Promax sind zwar in der Anschaffung mit 12,90 € zwar relativ teuer, jedes neue Paar Beläge kostet jedoch nur 6 €.

Promax

Bremsbeläge von Promax

Zwar zeigt dieser Post nur ein kleines Beispiel, aber wie das afrikanische Sprichwort sagt: „Wenn viele kleine Leute, an vielen Orten, viele kleine Dinge tun… können sie das Gesicht der Welt verändern“.

Kennst du auch interessante Beispiele? Teile dein Wissen mit anderen!

ISPO Award ECO Achivement Brand 2016: Jack Wolfskin

Jack Wolfskin ist die erste Marke, die mit dem „ISPO Award Eco Achievement“ ausgezeichnet wird. Bisher wurden nur einzelne Produkte ausgewählt, wie letztes Jahr  der „Hubber Helmet“ der französischen Marke Picture oder im Jahr 2014 die “Bedrock Pants” des schwedischen Unternehmens Houdini Sportswear.

Eco Achivement Brand

Das ganzheitlich ökologische Handeln Jack Wolfskins hat die Jury überzeugt. Dieses basiert auf den nächsten zwei Säulen:

  1. Soziale Verantwortung: Die Multi Stakeholder Initiative Fair Wear Foundation unterstützt Jack Wolfskin seit 2010 bei der Umsetzung sozialer, sicherer und gerechter Arbeitsbedingungen in der weltweiten Lieferkette.
  2. Umweltschutz: Jack Wolfskin hat ihre eigene  PFC-Frei* wasserdichte und atmungsaktive Membran aus PU (Polyurethan) mit dem Namen Texapore® entwickelt. Leider benutzen sie immer noch PFCs für die DWR (Durable Water Repellent)*. Seit 2011 ist Jack Wolfskin Partner des bluesign® Systems und arbeitet daran, jeden einzelnen Produktionsschritt für die Menschen in den Fabriken und für die Umwelt sicherer zu gestalten. Außerdem setzt Jack Wolfskin seit 2013 ausschließlich auf Baumwolle aus kontrolliertem biologischem Anbau.

Großes Lob an Jack Wolfskin für sein Engagement. Sie haben verstanden, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Mode in der Outdoor Industrie ist, sondern der richtige Weg um Sportartikel der Zukunft zu entwickeln. Es gibt aber noch viel zu tun. Seit Jahren denunziert Greenpeace, dass per- und polyfluorierte Chemikalien (PFCs) umweltschädlich sind. Jack Wolfskin hat gekündigt, dass sie erst im Jahr 2020 auf diese PFCs verzichten wollen und das obwohl bereits umweltfreundlichere Alternativen existieren.

– Als Alternative zur fluorhaltigen Membran (z.B. Gore-Tex®) gibt es Membrane aus Polyester (z. B. Sympatex®) oder aus Polyurethan (Texapore®).

-Für eine DWR* ohne PFCs haben wir bereits Produkte der Firma Nikwax, Schoeller (z.B. ecorepel®) oder Rudolf Group (Bionic Finish eco®). Auch Fjäll Raven bietet „Greenland Wax“, eine Wachsimprägnierung aus Paraffin und Bienenwachs.

Die Marken die derzeit gar keine PFCs mehr einsetzen sind: PYUA (Deutschland), Paramo (England), R’Adys (Schweiz), Rotauf (Schweiz) und Fjäll Raven (Schweden).

Nikwax ISPO 2016

Die englische Firma Nikwax bietet PFC-Freie Imprägnierungen

Die meisten Kunden der Outdoor Industrie sind gleichzeitig auch Naturliebhaber und sie werden nicht akzeptieren, dass die Natur bei der Herstellung ihrer Sportausrüstung leiden muss. Bisher haben die Marken davon profitiert, dass das Bewusstsein bei den Kunden fehlte, aber das ändert sich rasant. Beste Leistung in Einklang mit umweltfreundlicher Herstellung bleibt derzeit die größte Herausforderung für Outdoor-Marken.

*Was sind PFC? (UmweltBundesamt)

*DWR (Durable Water Repellent): Die Außenseite des Oberstoffes wird für eine dauerhaft wasser-, schmutz- und ölabweisenden Wirkung behandelt.

Unterstütz die Kampagne von Greenpeace! Die Greenpeace-Outdoor-kampagne

 

Fair Wear Foundation

Die Christliche Initiative Romero hat im Mai 2015 ein interessantes Faltblatt für SportlerInnen und Vereine mit dem Titel „Fit for Fair“ veröffentlicht. In diesem Faltblatt findet man konkrete Einkaufs-Tipps für faires Sportzeug, sowie vier empfehlenswerte Labels, die nach den drei Kriterien Ökologie, Soziales und Transparenz aufgeschlüsselt und bewertet werden. Ein von diesen Labels gehört zur „Fair Wear Foundation“ (FWF) und ich habe die interessanten Informationen darüber hier zusammengestellt:

„Die Sportmarken, egal wir teuer, sind nicht fairer als andere Modemarken. Fast überall dort, wo Sportartikel produziert werden, kommt es jeden Tag zu Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen. Die meisten Sportartikel werden in Asien produziert, aber Puma und Adidas lassen zum Beispiel auch in Mittelamerika für sich nähen. Sportmarken machen jährlich Millionengewinne, während die vorwiegend weiblichen NäherInnen unter den täglichen Bedingungen und dem enormen Arbeitsdruck in der Fabrik leiden. Gewerkschaftliche Organisierung wird im Keim erstickt. Die ArbeiterInnen schuften oft in erzwungenen Überstunden 7 Tage die Woche und können von ihrem Hungerlohn kaum leben.

fair-wear-foundation-logo

Die Fair Wear Foundation („Stiftung für faire Kleidung“) ist eine unabhängige Non-Profit Organisation, die mit Unternehmen und Herstellern zusammenarbeitet, um die Bedingungen für Beschäftigte in der Bekleidungsindustrie zu verbessern. Durch die FWF wird eine Verbesserung der sozialen Bedingungen in den Nähfabriken sowie bei den Subunternehmen und Lieferanten angestrebt.

Die FWF ist eine sogennate Multi-Stakeholder-Initiative, sie hat eine dreigeteilte Organisationsstruktur. VertreterInnen der Wirtschaft, von Gewerkschaften und von NGOs entscheiden hier gleichberechtigt. Alle Akteure der Lieferkette sind (mit-) verantwortlich für die Bedingungen, unter denen ein Produkt hergestellt wurde. Entscheidend bei der Arbeit der Fair Wear Foundation ist, dass sie die gesamte Lieferkette der Konfektionierung in den Blick nimmt. Durch die Veröffentlichung umfangreicher Daten wird Transparenz erzielt“.

Auswahl an Marken in der Fair Wear Foundation:

Outdoor: Jack Wolfskin, Dynafit, Odlo, Mammut, PYUA, Maier Sports, Mountain Force, Salewa, Vaude.

Sportschuhe: Goliath Sportswear.

Sport: Rono, Vivanda, Scheeld, Gonso, A-Code, HessNatur, Cruiff Sports.

QUELLE