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Compensators*: CO2-Kompensation geht aber auch anders!

Die CO2-Kompensation von unvermeidbaren Emissionen durch Zahlungen an Klimaschutzprojekte ist mittlerweile keine Besonderheit mehr. Menschen und Unternehmen übernehmen immer mehr Verantwortung für ihren individuellen Beitrag zum Klimawandel und zahlen Geld an Kompensationsdienstleister, welches diese dann an Klimaschutzprojekte weiterleiten.

Solche Projekte, wie beispielsweise die Bereitstellung von effizienten Kochöfen, Aufforstungsprogramme oder die Errichtung von Biogasanlagen, werden zumeist in Ländern des globalen Südens durchgeführt. Also in Ländern, die durch geringe historische Emissionen wenig zum Klimawandel beigetragen haben und noch heute die niedrigsten pro-Kopf Emissionen der Welt verzeichnen.

Der ehrenamtlich arbeitende Verein Compensators* e.V. bietet eine Alternative zu klassischen Kompensationsdienstleistern: Für jede Spende im Umfang einer Tonne CO2 kauft Compensators* ein CO2-Zertifikat aus dem Europäischen Emissionshandel und legt dieses dauerhaft still. Kohle- und Gaskraftwerke sowie große Industriebetriebe in Europa dürfen nur so viel CO2 ausstoßen, wie sie CO2-Zertifikate haben, dazu sind sie durch den europäischen Emissionshandel verpflichtet. Jedes Zertifikat das Compensators* kauft und stilllegt, fehlt einem Unternehmen zur Abdeckung seiner Emissionen, sodass die eine Tonne nicht mehr emittiert werden darf. Wenn die zur Verfügung stehenden Zertifikate knapper werden steigt deren Preis und es lohnt sich eher für Unternehmen in klimaschonende Technologien und Prozesse zu investieren.

CO2-Kompensation
Image by Gennaro Leonardi from Pixabay

Mit der Compensators-Methode bietet der Verein drei wesentliche Vorteile gegenüber klassischen Kompensationsdienstleistern:

1. Compensators* vermeidet Emissionen innerhalb Europas, einer Region mit einer der höchsten historischen und pro-Kopf Emissionen weltweit. Für die Realisierbarkeit von ehrlicher und ambitionierter internationaler Klimapolitik ist es unverzichtbar, dass die Europäische Union so stark und so schnell wie möglich ihre Treibhausgasemissionen reduziert. Die Auslagerung der Reduktionen in Länder des globalen Südens ist das falsche Signal.

2. Ein erfolgreicher und zügiger Übergang zu einer klimaneutralen Gesellschaft erfordert Investitionen in die Erforschung und Entwicklung von den grünen Technologien von morgen. Ein CO2-Auslgleich mit Compensators* erhöht den Preis für Luftverschmutzung, was die Profitabilität von Investitionen in Innovation erhöht und den Übergang zu einer dekarbonisierten Gesellschaft beschleunigt. Klassische Kompensation in Ländern des globalen Südens ist hingegen nicht in der Lage die ökonomischen Anreizstrukturen von hochtechnologischen und emissionsintensiven europäischen Industrien zu beeinflussen.

CO2-Kompensation
Image by Ralf Vetterle from Pixabay

3. Laut einer Studie des Öko-Instituts darf zumindest bezweifelt werden, dass bei klassischen Kompensationsdienstleistern die Einsparung von einer Tonne immer ausschließlich durch die Zahlung des Kunden zustande gekommen ist. Viele der Klimaschutzprojekte fußen auf profitablen Geschäftsmodellen, sodass die Projekte auch ohne die Finanzierung durch Kompensationsdienstleister implementiert worden wären. Damit können die vermiedenen Emissionen nicht mehr allein auf die Leistung der Spender zurückgeführt werden. Compensators* legt CO2-Zertifikate still, die bereits auf dem Markt sind, also andernfalls zur Verschmutzung genutzt worden wären. Die Vermeidung von Emissionen kann also zweifelsfrei auf die Spendenleistung zurückgeführt werden.

Mit der Compensators*-Methode als Alternative zu klassischen Kompensationsdienstleistern steht ein effektiver Mechanismus zu Ihrer Verfügung, um Ihren Teil zum Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. Compensators* arbeitet ausschließlich ehrenamtlich, sodass Zahlungen zur Kompensation von Emissionen zu 100 Prozent in den Klimaschutz fließen können.

Hendrik Schuldt – Vorstand Compensators*

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