Fit for Fair – Christliche Initiative Romero

Die Christliche Initiative Romero (CIR) setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Ziel ist es, durch solidarisches Handeln eine Brücke zwischen den Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen.

Kampagne Fit for Fair: Für menschenwürdige Arbeit in der Sportbekleidungsindustrie

Gemeinsam mit vier weiteren europäischen Projektpartnern führt die CIR seit Januar 2013 das Projekt Fit for Fair  durch. Dieses Projekt steht für die Sensibilisierung und Mobilisierung von MultiplikatorInnen zur Stärkung von Sozialstandards in der globalen Exportindustrie am Beispiel Sportbekleidung.

Sie beschäftigen sich mit Fragen, wo wird die Kleidung hergestellt? Wer stellt sie her und vor allem wie sind die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeiten, Entlohnung, Druck, Diskriminierung). Was für Auswirkungen hat die globalisierte Sportbekleidungsproduktion auf Gesundheit, Familienleben und Lebensbedingungen derjenigen, die unser Sportzeug nähen.

Lernziel ist, den Zusammenhang zwischen den in Deutschland (Europa) verkauften Kleidungsstücken und den Lebensbedingungen der NäherInnen in den „Billigproduktionsländern“ zu verstehen.

Adidas CIR

Kampagne „Fit for Fair“ von Christliche Initiative Romero

Seit Mitte der 90-er Jahre stehen als Sportartikelhersteller in Deutschland vor allem Adidas und Puma im Visier. Blickt man auf die Anfänge der Arbeit der Christlichen Initiative Romero und ihrem Engagement in der Kampagne für Saubere Kleidung zurück, wird schnell klar: Viel konnte seitdem erreicht werden. Beide Konzerne haben sich Verhaltenskodizes auferlegt, beide unterhalten inzwischen breit aufgestellte Nachhaltigkeitsabteilungen und sind einer Multi-Stakeholder-Initiative beigetreten.

Doch die Bemühungen der beiden Global Player sind bisher trotzdem nur eingeschränkt wirkungsvoll und daher immer noch ungenügend. Immer wieder zeigen aktuelle Recherchen und Berichte, wie Arbeitsrechte in den Produktionsländern im Süden systematisch verletzt werden.

  • Fair Play findet leider nur auf dem Papier und in der eigenen Werbung einen Platz – vor allem im Zuge globaler Sportereignisse wie Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen.
  • Existenzsichernde Löhne für die Millionen von ArbeiterInnen in den Zulieferfirmen scheinen noch immer in weiter Ferne.
  • Die konkrete Arbeits- und Lebenssituation dieser ArbeiterInnen ist noch immer stark verbesserungsbedürftig und von einem Leben in Würde weit entfernt.
  • Daran ändern auch Schönfärberei, soziale Vorzeigeprojekte und die Mitgliedschaft der beiden Unternehmen in der Multi-Stakeholder-Initiative „Fair Labor Association“ (FLA) nichts.

Kommentar

Diese Kampagne ist eine tolle Initiative und ich möchte hiermit ein großes Lob für Christliche Initiative Romero und seine Partner aussprechen. Ein Problembewusstsein bezüglich der genannten Thematik zu entwickeln, ist entscheidend um den Sinn und die Chancen des eigenen entwicklungspolitischen Engagements zur Problemlösung erkennen zu können.

Adidas es reicht!

Bild: Christliche Initiative Romero

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s